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 NEUERWEGPOTSDAM 
   
  Gespräche sind eben Gespräche — und schaffen die Probleme nicht aus Welt,
auch die Abhängigkeit nicht: nicht bei mir selbst und auch nicht bei anderen.
Gespräche helfen, der Abhängigkeit nicht ohnmächtig ausgeliefert zu sein,
sondern ihr dauerhaft etwas entgegensetzen zu können.
   
•  Was hilft?
•  Kontakt statt Isolation: mit seiner Problematik nicht allein sein
•  Kommunikation: Probleme ansprechen / aussprechen / besprechen
•  Innenleben: Gefühle zulassen und ausdrücken / den Druck loswerden
•  Perspektive: von Erfahrungen und Informationen der anderen profitieren
•  Selbstwert: sich selbst wahrnehmen / an- und ernstnehmen / für sich sorgen
•  Feedback: Vertrauen riskieren › Verständnis finden › Selbstvertrauen gewinnen
•  Motivation: sich gegenseitig ermutigen / bestärken — auch nach Rückschritten
•  Kontinuität: das Bewusstsein für die eigene Situation wachhalten / erneuern
   
•  Was sind die Chancen?
•  Die eigene Situation zu reflektieren, zu erkennen und zu verstehen;
•  einen persönlich passenden Weg für sich selbst zu finden und zu gehen.
  Dabei hilft uns die gemeinsame Auseinandersetzung mit den vielen Fragen,
die sich in unseren realen Lebenssituationen immer wieder neu stellen
(und die sich hier nur allgemein / exemplarisch formulieren lassen):
•  Für uns selbst-Betroffene:
·  Wie funktioniert die Abhängigkeit bei mir ganz persönlich?
·  Was habe ich mit meinem Suchtmittel gesucht und bezweckt?
·  Wie kann ich mir wirklich etwas von meiner Sehnsucht erfüllen?
·  Was brauche ich ganz persönlich für meine zufriedene Abstinenz?
·  Nicht mehr dürfen / wollen / brauchen — was passt denn für mich?
·  Wie kann ich Suchtdruck wahrnehmen — und was kann ich dann tun?
·  Was kann ich an die Stelle setzen, wo früher immer z.B. der Alkohol war?
·  Gehe ich mit der Abhängigkeit eher offen-offensiv oder lieber defensiv um?
·  Welche Situationen waren / sind für mich besonders schwierig / gefährlich?
·  Kann ich Gefühle und Verhalten meiner Angehörigen nachvollziehen?
·  Wie verhalte ich mich im Familien- / Freundes- / Kollegenkreis?
·  Der Rückfall — und nun? Wie kann ich wieder aufstehen?
·  Was mache ich mit meinen Scham- und Schuldgefühlen?
·  Wie erlebe ich mich, wenn ich abstinent / suchtfrei bin?
•  Für uns mit-Betroffene / Angehörige:
·  Was mache ich im Konflikt zwischen Zuneigung, Sorge und eigener Belastung?
·  Kann ich eine/n Angehörige/n oder eine Beziehung aus der Abhängigkeit retten?
·  Was hilft denn einem Abhängigkeitserkrankten, sich der Erkrankung zu stellen?
·  Wie kann / muss ich mir das vorstellen, was es bedeutet, abhängig zu sein?
·  Wie kann ich wieder die eigenen Bedürfnisse und Sehnsüchte wahrnehmen?
·  Was mache ich mit meinen Ängsten / Befürchtungen / Kontrolltendenzen?
·  Wenn es Co-Abhängigkeit gibt — gibt es auch sowas wie Co-Abstinenz?
·  Wie kann ich dem/der Partner/in helfen, einen Rückfall zu verhindern?
·  Können / sollen wir uns gemeinsam auf den Ernstfall vorbereiten?
·  Ist denn auch wieder eine ganz normale Beziehung möglich?
•  Für uns gemeinsam:
·  Wann / warum ist eine Problematik Abhängigkeit / Co-Abhängigkeit?
·  Was ist die Verbindung zwischen Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit?
·  Wofür bin ich verantwortlich und wofür nicht? Wo sind meine Grenzen?
·  Was sind meine persönlichen Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster?
·  Bin ich egoistisch, wenn ich versuche, konsequent auf mich zu achten?
·  Wie und womit kann ich für mich selbst sorgen / mir etwas Gutes tun?