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Das "selbst"
in Selbsthilfe hat ja 2 Aspekte: |
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| 1 |
Ich helfe mir
selbst. |
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Ich nehme nicht nur
Hilfe von außen an,
sondern ich tue auch selbst etwas
für mich selbst.
Ich akzeptiere mich, in meinen Schwächen und
Stärken.
Ich nehme mich ernst, ich achte auf mich, ich sorge
für mich.
Ich entscheide mich, ich positioniere mich, ich
verändere mich. |
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Ich gehe, ich mache
meine eigenen Schritte. |
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Diese Selbsthilfe ist
Selbstmanagement. |
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| 2 |
Wir (direkt
oder indirekt) Betroffene helfen uns selbst,
also gegenseitig. |
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[Natürlich lassen
wir uns, wenn immer denn nötig, auch von Profis
helfen.] |
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Wir machen aus Isolation
Kommunikation und aus Vereinsamung Vertrauen.
Wir machen aus Resignation Ermutigung und aus Unsicherheit
Orientierung. |
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Wir gehen, wir tun uns
zusammen. Wir verbünden uns. |
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Diese Selbsthilfe ist
Solidarität. |
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Aber wie geht das eigentlich
dass wir uns gegenseitig helfen können, wo
wir doch selbst Hilfe brauchen? |
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Wir sind durch eigenes
Erleben, durch eigene, oft schmerzliche Erfahrung
zu wirklichen Experten geworden, Experten für
Sucht und Sehnsucht:
für Selbstentwertung und Selbstüberlistung,
Selbstüberschätzung,
für Selbstmitleid und Selbstaufgabe, sogar
für Selbstzerstörung
aber auch Experten für Selbstwertgefühl
und Selbstwahrnehmung,
für Selbstüberwindung, Selbstveränderung
und Selbstverwirklichung. |
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Wir sind ja Experten
für die Muster und Teufelskreise der Abhängigkeit,
aber zugleich auch Experten für die Auswege
Richtung Eigenständigkeit. |
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Das ist die gemeinsame
Basis, auf der wir uns helfen können. |
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